Arte „Unterschätzt – Die rechte Terrorgefahr“

Arte, Deutsche Streaming-Premiere 17. Februar 2026, Deutsche TV-Ausstrahlung am 24. März
Rolle: Kommentar
Der Rechtsterrorismus breitet sich in Europa aus. In Deutschland und Frankreich wurden mehrere Anschläge durch radikalisierte Einzeltäter verübt, die vom „Rassenkrieg“ und vom Kampf gegen den „Großen Austausch“ träumen. Rechtsextreme Gewalt ist zwar nicht neu, aber beunruhigend ist die Tatsache, dass die Täterprofile aus immer unterschiedlicheren Bevölkerungsgruppen stammen.

Rechtsextreme Ideologen und Parteien verbreiten in der Gesellschaft gegen Minderheiten und politische Gegner gerichtete Hassreden. In Europa und den Vereinigten Staaten steigt die Zahl rechtsextremer Gewalttaten seit Jahren besorgniserregend an. Anschläge, Schießereien und Morde richten sich zunehmend gegen Minderheiten sowie Vertreter demokratischer Institutionen. In den vergangenen Jahren konnten die französischen Sicherheitsbehörden mehrere geplante Anschläge verhindern. Unter den Festgenommenen sind auch Personen, die sich erst nach den dschihadistischen Attentaten von 2015 radikalisiert haben. Dennoch zeigt sich die Justiz weiterhin zurückhaltend, bestimmte Gewalttaten als Terrorakte einzustufen.

Parallel dazu formieren sich im ganzen Land rechtsextreme Gruppen, die zunehmend brutaler gegen ihre vermeintlichen Gegner vorgehen. Frankreich ringt noch mit den Folgen des rechten Terrors – ein Problem, mit dem Deutschland bereits seit den 2000er Jahren konfrontiert ist.

Besonders in den Fokus gerieten in Deutschland die Unterwanderung der Bundeswehr durch Neonazis sowie der Anstieg rechtsextremer Gewalt nach der von Angela Merkel beschlossenen Aufnahme Geflüchteter im Jahr 2015. Zudem gehört Deutschland zu den Ländern, in dem die meisten Anschläge auf Politiker verzeichnet werden. Gleichzeitig verbreiten rechtsextreme Akteure, Ideologen und Parteien wie die AfD einen zunehmend hasserfüllten Diskurs in der Gesellschaft.

Anzuschauen ist die zweiteilige Dokumentation auf der Seite von Arte. Hier geht es direkt zum 1. Teil.

Arte „Gletscher – Schmelzende Riesen“

Arte, Deutsche Streaming-Premiere 24. Februar 2026, Deutsche TV-Ausstrahlung am Dienstag, 3. März um 20:15 Uhr
Rolle: Voice Over

Weltweit schmelzen Gletscher so rasant wie nie. Bis 2050 wird ein Drittel der Welterbe-Gletscher verschwunden sein: Zwei Milliarden Menschen droht Wasserknappheit, Gebirge werden instabil, der Meeresspiegel steigt, und das Klima gerät aus dem Gleichgewicht. Beeindruckende Aufnahmen aus den Alpen und der Antarktis zeigen das Ausmaß der Krise – und die Dringlichkeit globalen Handelns.

Weltweit ziehen sich Gletscher immer schneller zurück. Forschende versuchen zu verstehen, warum sich dieser Prozess beschleunigt – und schlagen Alarm. Die Dokumentation begleitet Wissenschaftler, Diplomaten, Politiker und Bürger, um die Herausforderungen des Gletscherschwunds zu verstehen. Gletscher gehören zu den verlässlichsten Klimaindikatoren der Natur. Bis 2050 wird voraussichtlich ein Drittel der Welterbe-Gletscher infolge der Erderwärmung verschwunden sein.

Die Schmelze destabilisiert Gebirgszüge und bedroht die Wasserversorgung von zwei Milliarden Menschen. Ohne Gletscher geraten Landwirtschaft, Industrie und Energieversorgung unter Druck – in Europa ebenso wie in den Anden und im Himalaya. In Zentralasien führt Wasserknappheit bereits heute zu politischen Spannungen.
Doch betroffen sind nicht nur Hoch- und Gebirgslagen, denn Gletscher regulieren das Klima weltweit. Ihr Rückzug verändert Meeresströmungen, beschleunigt den Anstieg des Meeresspiegels und führt zu dramatischen Veränderungen der globalen Ökosysteme. Angesichts der akuten Bedrohung kalter Klimazonen riefen Uno und Unesco die Aktionsdekade der Kryosphärenwissenschaften (2025-2034) aus.

Der Bergsturz des Birchgletschers im Schweizer Blatten im Mai 2025 war der Auslöser für Pierre-Olivier François und Judith Rueff, sich intensiv mit der Gletscherkrise zu befassen. Ihr Film untersucht die Folgen eines unwiederbringlichen Gletscherschwunds. 3D-Animationen und Karten machen das globale Ausmaß sichtbar. Spektakuläre Aufnahmen unter Extrembedingungen würdigen die fragile Schönheit der Eisriesen.

Anzuschauen ist die Dokumentation auf der Seite von Arte und natürlich zum Ausstrahlzeitpunkt im Fernsehen.

Arte „Giorgia Meloni: Die Macht des Clans“

Arte, zweiteilige Dokumentation, Deutsche Streaming-Premiere am 17. Februar 2026, Deutsche TV-Premiere am 24. Februar
Rolle: Voice Over

Wer ist Giorgia Meloni? Ein Verständnis ihrer Person erschließt sich erst, wenn man die Anfänge ihrer Karriere betrachtet. Zu Beginn der 1990er Jahre traf die junge Aktivistin auf eine ungewöhnliche Ortsgruppe der neofaschistischen Partei MSI. Die Gruppe war inspiriert von Tolkiens „Der Herr der Ringe“ und verhalf Giorgia Meloni zum Machtaufstieg.

In einer antiken Grotte am Colle Oppio, einem der sieben Hügel Roms, bildete sich in den Neunzigerjahren der Clan der „Möwen“ („Gabbiani“ auf Italienisch). Die Gruppe der um die Zwanzigjährigen, der auch Giorgia Meloni angehörte, stand der neofaschistischen Nachfolgepartei von Mussolinis „Movimento Sociale Italiano“ (MSI) nahe und sprach dort über Politik, Gott und die Welt. Ihr Narrativ nährte sich aus der Welt J.R.R. Tolkiens, aus Filmen wie „Der Club der toten Dichter“ oder „Die unendliche Geschichte“.
Der Fall der Berliner Mauer 1989 und die Korruptionsermittlungen „Mani pulite“ in Italien 1992 markierten einen politischen Wendepunkt. „Die Möwen“ trauten sich an die Öffentlichkeit – mit Erfolg. 1992 trat Giorgia Meloni in die Jugendorganisation der neofaschistischen MSI ein, 30 Jahre später wurde ihre Partei „Fratelli d’Italia“ zur stärksten Fraktion des Landes. Meloni ist die erste Ministerpräsidentin Italiens und die erste Rechtspopulistin, die eine europäische Demokratie regiert.Die Dokumentation beleuchtet ihren Aufstieg und den ihres Clans. Aus den Reihen der italienischen Regierung geben die ehemaligen „Möwen“ einen präzisen Einblick in ihre Version der Geschichte – nun mit weltweiter Resonanz.

Anzuschauen ist die zweiteilige Dokumentation auf der Seite von Arte. Unter diesem Link gibt es direkt den 1. Teil zum Anschauen.

Arte „China – Wie eine Nation entstand“

Arte, Deutsche Streaming-Premiere am 3. Februar 2026, Deutsche TV-Premiere am 10. Februar
Rolle: Voice Over

Nach dem Sturz der Qing-Dynastie 1911 steht China vor einer historischen Wende: Wie kann das Land den Weg in die Moderne finden? Unter dem Symbol der „blauen Sonne“ führt Chiang Kai-shek das Erbe seines Mentors Sun Yat-sen fort. Er kämpft für die Abschaffung ausländischer Konzessionen und die Wiederherstellung der nationalen Souveränität.

Das Emblem der „blauen Sonne“ steht für die Republik China unter Chiang Kai-shek. Nach dem Ende des jahrtausendealten Kaiserreichs 1911 sucht das Land nach einer neuen Identität. Wie kann China seine Souveränität zurückgewinnen? Und was bedeutet es, Chinese zu sein?

Chiang Kai-shek, Nachfolger des Republikgründers Sun Yat-sen, will das Land einen und von ausländischer Vorherrschaft befreien. Seit den Opiumkriegen Mitte des 19. Jahrhunderts ist China durch Konzessionen zersplittert. Mit dem Nordfeldzug 1926 gelingt es Chiang Kai-shek, die von Warlords beherrschten Regionen unter seine Kontrolle zu bringen. Die Republik erobert einige Konzessionsgebiete zurück und übernimmt die Zollverwaltung.

Doch Chiang Kai-sheks Vision eines starken Chinas wird von zwei Seiten bedroht: Japan intensiviert seine militärischen Angriffe und im Inneren erstarkt die kommunistische Bewegung unter Mao Zedong. 1936 wird Chiang Kai-shek entführt und muss unter sowjetischem Druck eine vorübergehende Allianz mit den Kommunisten eingehen, um japanische Truppen aus China zu vertreiben. Trotz Korruption und Repression wird sein Regime im Zweiten Weltkrieg zu einem wichtigen Verbündeten der USA. 1943 werden die ausländischen Konzessionen aufgehoben, 1945 wird China Gründungsmitglied der Vereinten Nationen mit einem ständigen Sitz im Sicherheitsrat.

Doch dieser scheinbare Triumph ist nicht von Dauer. Das nationalistische Regime ist instabil, und selbst US-Präsident Roosevelt beginnt, an seinem einst treuen Verbündeten zu zweifeln.

Anzuschauen ist die zweiteilige Dokumentation auf der Seite von Arte.

Arte „Lebensgefahr: Umweltschützer im Visier“

Arte, Deutsche Streaming-Premiere 30.12.2025, Deutsche TV-Premiere 06.01.2026
Rolle: Voice Over

Berta Cáceres, Aldo Zamora, Paulino Guajajara: Drei Umweltaktivisten, die für den Schutz von Wäldern, Flüssen und indigenen Gemeinschaften kämpften – und ermordet wurden. Wer sind die Auftraggeber? Warum bleiben die Täter oft straffrei? Die Dokumentation untersucht die Verstrickung von Großkonzernen und Regierungen in diese Verbrechen.

Die Dokumentation „Lebensgefahr: Umweltschützer im Visier“ erzählt die erschütternden Geschichten von Berta Cáceres, Paulo Paulino Guajajara und Aldo Zamora – drei Umweltaktivisten, die in Lateinamerika für den Schutz ihrer Heimat, der Wälder und Flüsse eintraten und dafür mit dem Leben bezahlten. Ihr Verbrechen? Sie stellten sich den Interessen mächtiger Konzerne entgegen, die mit Rückendeckung lokaler Handlanger und oft korrupter Behörden die natürlichen Ressourcen der Region schonungslos ausbeuten. Die Dokumentation rekonstruiert nicht nur die Lebenswege der drei Aktivistinnen und Aktivisten, sondern enthüllt auch die systematischen Strukturen hinter ihrer Ermordung. Durch Gespräche mit Weggefährten, Familienmitgliedern, Klimaexperten und Soziologen wird deutlich, wie wirtschaftliche Gier, politische Untätigkeit und das Wegschauen der Justiz den Raubbau an der Natur vorantreiben. Immer wieder zeigen sich dieselben Muster: Bedrohungen, Einschüchterungen, schließlich Morde – und am Ende Täter, die selten zur Rechenschaft gezogen werden. Doch die Konsequenzen dieser Verbrechen beschränken sich nicht auf Lateinamerika: Die tropischen Regenwälder des Amazonas sind einer der wichtigsten CO₂-Speicher der Erde. Ihre Abholzung verschärft die Klimakrise – mit globalen Folgen. Die Dokumentation macht unmissverständlich klar: Der Kampf der indigenen Gemeinschaften und Umweltaktivisten ist kein lokaler Konflikt, sondern eine Frage von weltweiter Bedeutung. Solange Umweltaktivisten nicht ausreichend geschützt werden, ist auch der Schutz der Erde in Gefahr.

Mehr Informationen zum Format gibt es auf Fernsehserien.de.

Anzuschauen ist die Dokumentation auf der Seite von Arte und natürlich zum Ausstrahlzeitpunkt im Fernsehen.

MDR „Polens Superreiche“

MDR, Ausstrahlung am Sonntag, 12. Oktober 2025, 22 Uhr, Dauer: 44 min
Rolle: Kommentar

Polen ist wirtschaftlich auf Erfolgskurs – in unserem Nachbarland entsteht eine neue Elite, die sich selbstbewusst ins Rampenlicht stellt. Die 45-minütige Reportage taucht ein in eine Welt der Yachten, Luxusimmobilien und Hightech-Hubs – und zeigt ein Polen, das viele so noch nie gesehen haben.

In einem Land, das einst als Armenhaus Europas galt und lange unterschätzt worden ist, boomt heute die Wirtschaft. Seit dem EU-Beitritt 2004 hat sich das Bruttoinlandsprodukt mehr als verdoppelt, die Arbeitslosenquote gehört zu den niedrigsten in der Union. Die Polen arbeiten länger als die Deutschen, investieren klug – und feiern ihren Erfolg.

Der Film begleitet Unternehmer, Influencerinnen und Selfmade-Millionäre auf ihrem Weg nach oben. Sie gewährt exklusive Einblicke in ihren Alltag zwischen Jetset und Business-Meetings, zwischen Schönheitsidealen und Statussymbolen. Dabei geht es nicht nur um Wohlstand, sondern auch um gesellschaftlichen Wandel, Anerkennung und die Frage: Was macht Polen gerade anders – oder sogar besser – als Deutschland?

Anzuschauen ist die Dokumentation auf der Seite des MDR und natürlich zum Ausstrahlzeitpunkt im Fernsehen.

„Es: Welcome to Derry“ (It: Welcome to Derry)

WOW, deutschsprachige Erstausstrahlung seit dem 27. Oktober 2025.
Synchronrolle: Hank Grogan (Stephen Rider)

Die Horrorserie „ES: Welcome to Derry“ zeigt die Anfänge von Pennywise und wo damals in den 1950er Jahren in Derry alles begann. Als eines Tages plötzlich spurlos Kinder verschwinden, begibt sich eine Gruppe Jugendlicher auf die Suche nach der Wahrheit und begegnet das erste Mal dem Horrorclown.

Weitere Informationen zu der Serie gibt es hier.

Arte „Libanon: Anatomie eines Krieges“

Arte, TV-Ausstrahlung am Dienstag, 16. September 2025 um 22:10 Uhr
Rolle: Voice Over

Im September 2024 startete Israel eine Militäroffensive gegen die Hisbollah im Libanon. Zwei Monate lang wurden hisbollahfreundliche Viertel bombardiert. Über den militärischen Sieg hinaus beleuchtet der Dokumentarfilm die Folgen dieser „Strategie der verbrannten Erde“, die das Risiko birgt, dass die nächste Generation wieder zu den Waffen greifen wird.

Die Militäroffensive, die Israel im September 2024 gegen die Hisbollah im Libanon startete, wurde mit dem Ziel der „Enthauptung“ der schiitischen Miliz erklärt. Die Hisbollah hatte zuvor, nur einen Tag nach dem Terrorangriff vom 7. Oktober 2023, ihre Unterstützung der Hamas bekundet. Der Krieg begann mit dem Einsatz von Präzisionsraketen und sogenannten bunkerbrechenden Bomben, die ganze Wohnhäuser zerstören können.
Im Südlibanon ging die israelische Militäroffensive am Boden weiter: Mit dem Ziel der Vernichtung von Waffenverstecken und Tunneln der Hisbollah zerstörten israelische Streitkräfte ganze Dörfer. Diese Strategie wurde bereits im vorherigen Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah im Jahr 2006 angewandt. Damals hatten die Israelis einen Teil des im Süden von Beirut gelegenen Vororts Dahieh zerstört, einer Hochburg der Hisbollah. Obwohl diese sogenannte Dahieh-Doktrin gegen das Kriegsrecht verstößt, wendete Israel sie wieder an.
Über den militärischen Sieg hinaus beleuchtet der Dokumentarfilm die Folgen dieser „Strategie der verbrannten Erde“, die das Risiko birgt, dass die nächste Generation wieder zu den Waffen greift. Während Israel auf sein Recht auf Selbstverteidigung besteht, wird die Frage nach der Missachtung humanitärer Standards durch die israelische Armee immer lauter. Anhand von Berichten betroffener Libanesen und Israelis beiderseits der Grenze sowie Einschätzungen von Kriegsrechtsexperten analysiert der Film die Strategie der israelischen Armee.

„Libanon: Anatomie eines Krieges“ kann bis zum 14. Dezember 2025 in der Arte Mediathek angeschaut werden.

ZDF: „Fake-Honig – Eine süße Illusion“ Doku

ZDF Mediathek, Rolle: Kommentar

Ihren Kritikern erklären Hersteller von Supermarkt-Honig: Ihr Honig sei rein, das würden Labor-Kontrollen bestätigen. Doch die Authentizität-Tests lassen sich austricksen. Heißt das, es gibt gepanschten Honig im Supermarkt? Der Verdacht besteht seit Langem. Die Dokumentation zeigt, wie das Geschäft mit dem Fake-Honig funktioniert – und wie man die Tricks der Fälscher entlarvt.

Die „frontal“-Doku geht Honig-Betrügereien nach. Reporter Salim Sadat gibt Einblicke in die Recherche und berichtet vom Ausmaß des Honig-Fakes.

„Fake-Honig – Eine süße Illusion“ kann in der ZDF Mediathek angeschaut werden.

Arte „Repatriierung: Von Japan nach Nordkorea“

Arte, 28. April 2025
Rolle: Kommentar

1959 startete Nordkorea ein großangelegtes „Rücksiedlungsprogramm“ von im Ausland lebenden Koreanern. Insgesamt wurden auf diese Weise und unter falschen Versprechungen zehntausende Koreaner und ihre Angehörigen von Japan nach Nordkorea umgesiedelt. Ehemalige Rückkehrer schildern ihre Erlebnisse und geheime diplomatische Akten werfen neues Licht auf das „Programm“.

„Repatriierung: Von Japan nach Nordkorea“ kann in der Arte Mediathek angeschaut werden.